aktuell

Zusammenbruch des Scheines
The Breakdown of Appearance

seit Februar 2017, in unregelmäßigen Zuckungen
– convulsing irregularly since February 2017 –

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen

MARKTFORSCHUNG

(von der flüchtigen Oberfläche dieser Welt)

Februar 2016 – Februar 2017

(English version below)

In wöchentlichen Sprüngen wuchs von Februar bis Juni 2016 an der Donau- Ecke Ganghofer Straße eine raumfüllende Installation aus künstlerisch bearbeitetem Verpackungsplastik vor den Augen von Anwohnenden und Passanten. Stephanie Hanna zu Thun und Lassen widmet sich seit Jahren diesem zu oft achtlos weggeworfenen Material und verarbeitet es zeitaufwändig zu überraschenden und liebevollen Bildern, erzählend von menschlichem Verlangen und von der oft damit einhergehenden Zerstörung.

Die Arbeit ist die Arbeit: ein Akt der Transformation menschlicher Achtlosigkeit.

Ab Juni 2016 setzte Stephanie Hanna zu Thun und Lassen die Installation den Einflüssen verschiedener international tätiger Künstler*innen aus, verschob sie entsprechend den Anforderungen anderer (Freiraum für einen dffb Dreh), reagierte auf künstlerisches Kommentar (improvisisierend mit dem Musiker Daniel Arruda, Brasilien / Deutschland), baute einen Teil mit verbundenen Augen, nur dem Gehör folgend ab (mit Chris Wood, UK), reorganisierte sie den Marktanforderungen entsprechend auf Rat der „Sustainable Woman“ Monique Wernhamn (Schweden), ließ die Rauminstallation heilen – vielleicht stellvertretend für alles, was eigentlich geheilt werden müsste (mit Carrie Drapac, Lindsay Hopkins, beide USA, und Nadja Haas, D) und untersuchte ihren Bezug auf die Umgebung (mit JeongEun Park, Südkorea).

 foto credits: S.H.z.T.u.L.

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen - Von der fluechtigen Oberflaeche der Welt

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen - Von der fluechtigen Oberflaeche der Welt

 

unperform (MARKET RESEARCH) from stephanie hanna on Vimeo:
unannounced performances, August – October 2016

Diese Diashow benötigt JavaScript.

*

Between February and June 2016, a space-filling installation has been growing out of artistically altered plastic packaging materials on the street corner Donau- Ecke Ganghofer Straße. Since several years, Stephanie Hanna zu Thun und Lassen invests her time and energy in this too often discarded material, discovering images of human desires and destruction.

The work is the work: an effort to transform human carelessness.

Since June 2016, Stephanie Hanna zu Thun und Lassen exposed her installation to the influences of various international artists: She shifted the space according to the needs of others (a dffb movie shoot), reacted to artistic commentary, improvising with the Brazilian musician Daniel Arruda, dismantled a part of the show, blindfolded, following the sound of the work only (together with Chris Wood, UK), reorganized the installation to better meet neoliberal marketing standards, guided through advice by „Sustainable Woman“ Monique Wernhamn (Sweden). She let the space be healed, for fake or for real, by Carrie Drapac, Lindsay Hopkins (both USA) and Nadja Haas (Germany) and last not least, she researched its relation to its environment with JeongEun Park (South Korea).